Zahnmedizinische Fakultät der University of Debrecen

Die zahnmedizinische Fakultät der University of Debrecen ist eine sehr renommierte, ungarische Fakultät, die sich ursprünglich aus einem „Stomatologie-Kurs“ für Medizinstudenten entwickelt hat. Der Kurs wurde bereits ab dem Jahr 1976 an der University of Debrece angeboten. Später wurde die Zahnmedizin-Ausbildung nicht mehr als „Anhang“ einer Mediziner-Ausbildung durchgeführt, sondern zu einem  eigenständigen Studiengang umstrukturiert.

1988 zog die zahnmedizinische Abteilung  in ein neues, eigenes, voll ausgestattetes Gebäude um. Dies dient bis heute der zahnmedizinischen Fakultät als Hauptgebäude. 1996 hat die zahnmedizinische Fakultät der University of Debrecen die Auszeichnung als „Center of Excellence“ verliehen bekommen. Das „Hungarian Accreditation Committee“ würdigte damit die Spitzenstandards in Ausbildung, Forschung und Heilverfahren. Mittlerweile verstärken die neu eingeführten Studiengänge für Zahnprothetik, Zahnfleischbehandlung und Anatomie die hohen Unterrichtsstandards. In den darauf folgenden Jahren wurden zudem die Bereiche der Zahn-Biochemie und der analeptischen Zahnheilkunde eingeführt. Zahnärztliche Sprechstunden, Physiologie, Pharmazie, Mikrobiologie und Pathologie wurden Teile der zahnmedizinischen Ausbildung.

Die zahnmedizinische Fakultät der University of Debrecen führte das englischsprachige Programm für Zahnmedizin im Jahr 2003 ein. Heutzutage studieren mehr als 700 internationale Studenten an der zahnmedizinischen Fakultät. Das fünf-jährige Studienprogramm wurde sorgfältig durchstrukturiert, um eine hochwertige Ausbildung zu gewährleisten, die den Ansprüchen einer vorbildlichen, verantwortungsbewussten zahnmedizinischen Versorgung genügt und in ganz Europa anerkannt wird.

Während des ersten und zweiten Studienjahres wird ein grundsätzliches medizinisch-wissenschaftliches Verständnis erarbeitet. Zu Beginn des Studiums machen Vorlesungen in Odontologie und Präventiv-Zahnheilkunde Studenten mit der zahnmedizinischen Anatomie, Molekularbiologie, Zellbiologie, Genetik, Physiologie, Biochemie und Neurobiologie vertraut.

Mit Beginn des zweiten Studienjahres kommen weitere Studienfächer hinzu: zahnmedizinische Material- und Prothesenkunde. Hierbei können Studenten lernen „Abdrücke zu nehmen“ oder „Kronen anzufertigen“. Sie erlernen außerdem Basiswissen bei Zahnvorbehandlungen für „Kronen“ und „Brücken“.

Im dritten Jahr, dem vorklinischen Jahr, erlernen die Studenten die Prinzipien der Patientenbehandlung. Darüber hinaus vertiefen sie ihr Studium der Pathologie, Immunologie, Mikrobiologie, klinischen Biologie und operative Behandlungstechniken. Weitere Studienfächer sind zahnärztliche Versorgung, Oralradiologie, Kariesvorsorge, feste und einsetzbare Prothetik bei Seminaren in Versuchslaboratorien.

Im vierten und fünften Studienjahr vervollständigen die Studenten ihre klinisch-praktischen Studien während der Behandlung von Patienten in verschiedenen Abteilungen. Am Ende eines jeden Semesters müssen die Studenten in den jeweiligen Fächern mündliche und schriftliche Prüfungen ablegen. Die Studenten können das darauffolgende Semester erst dann beginnen, wenn sie diese Prüfungen erfolgreich bestanden haben. Als Hilfestellung zur eigenen Wissensüberprüfung  gibt es Selbstkontrolltests zur Semestermitte.

Im fünften Studienjahr schreibt jeder Student eine „Thesis“ zu einem ausgewählten Thema mit der Hilfe seines Doktorvaters. Anschließend muss der Student seine Arbeit „verteidigen“ und fünf Abschlussexamen in den Fächern Prothetik, analeptische Zahnheilkunde, Kinder-Zahnheilkunde, zahnärztliche Versorgung, Zahnfleischbehandlung ablegen. Nach bestandenen Prüfungen muss der Student ein Examen über einen inhaltlichen Querschnitt der letzten fünf Studienjahre in mündlicher und schriftlicher Form ablegen.